2009: C. Sieber wird mit dem NRW- Kleinkunstpreis ausgezeichnet
Die Bühne Pepperoni überreichte den NRW- Kleinkunstpreis "Bocholter Pepperoni" an den Kabarettisten Christoph Sieber. Im ausverkauften Bocholter Bühnenhaus verliehen Christa und Klaus Hoffs die Auszeichnung, die mit 15000 € bundesweit höchstdotierter Kleinkunstpreis ist.
Die Laudatio hielt, "Bocholter Pepperoni"- Preisträger 2007, Dieter Nuhr. Nuhr weiß, dass sich seine Gene als Mensch unwesentlich von denen eines Schimpansen unterscheiden und bleibt deshalb lieber auf dem Teppich. Das gerade Sieber den Preis erhält, findet Nuhr jedoch nicht gerecht. "Er kriegt den Preis nur, weil er intelligenter, witziger, besser ist - das ist doch ungerecht." Und ergänzt, "Viele hätten ihn gerne bekommen. Kriegen ihn aber nicht, weil sie doof und unwitzig sind - das ist doch reines Leistungsdenken! Christoph Sieber hat den Preis verdient und ich verneige mich."
Sehr frisch, wenig fromm und definitv frei von der Leber weg – so präsentierte sich Christoph Sieber in seinem Programm. Atemlos - fast drei Stunden lang – unterbrochen von nur einer Pause – bot Sieber höchst Aktuelles mit Biss. Der Begriff der Realsatire bekam an diesem Abend einmal mehr eine besondere Bedeutung, denn besonders erschreckend offenbarte sich der deutsche Allgemeinzustand.
In dem seit Monaten ausverkauften Bocholter Bühnenhaus brachte der mittlerweile bundesweit bekannte Kabarettist die Zuschauer zum Ausflippen. In steter Abwechslung zwischen Comedy und Clownerie - mit gesichtsverzerrender Mimik zog Sieber alles durch den Kakao. Er ist charmant und böse, ernst und witzig: Christoph Sieber weiß, was die Zuschauer von ihm erwarten. Mediale- gesellschafts-politische Rundumschläge - bissig und höchst amüsant.
Ein böser, zynischer und toller Abend mit Christoph Sieber, der als Hoffnungsträger einer neuen Generation von Kabarettisten gilt. Ausgebildet in der Essener Folkwang- Schule, beherrscht er nicht nur die Form der schrillen und visuellen Comedy, sondern auch das politische Kabarett, das sich an der Geschichte der Menschheit und dem täglichen politischen Geschäft abarbeitet. Sein Auftritt in Bocholt wurde mit "standing ovations" belohnt.
Seit vielen Jahren bereichert die Bühne Pepperoni die Kulturlandschaft in Bocholt und weit darüber hinaus mit einem abwechslungsreichen Programm an Kleinkunst, Kabarett und Comedy. Im Jahr 2004 wurde zum 1. Mal der Nordrhein-Westfälische-Kleinkunstpreis "Bocholter Pepperoni" ausgelobt. Mit einem Preisgeld in Höhe von 15.000,-- € ist diese Auszeichnung der höchstdotierte Kleinkunstpreis Deutschlands. Alle zwei Jahre wird der Preis im Rahmen einer Benefiz-Gala im städtischen Bühnenhaus Bocholt verliehen. Volker Pispers erhielt den Preis 2003, Urban Priol (2005) und Dieter Nuhr (2007).
Kommentar: Vera Vitte
Wenn der Papa ohne Navigatiosngerät auf dem Weihnachtsmarkt eine Ecke sucht, um seinen Glühwein auszubrechen - oder waren es die "Panflötenspieler" die Vater zum kotzen brachte, weil er sie bereits zum fünften Mal erlebt hatte?! Scharfzüngig anspruchsvoll, bissig und hintergründig, unterhaltsam und witzig - Kabarett und Comedy trifft Mark und Hirn. Christoph Sieber und seine "LiDi"-Tüte machen aus satirische Gedanken ein höchst brisantes Geschehen in Deutschland. Siebers Bühne - der Showsroom, in dem messerscharfe Analysen, gekonnte Parodie und verspielte Komik miteinander vereint sind. Wenn er dem Hip-Hop eins auf die Mütze gibt und verzweifelt seine Zunge bis fast zum Kinn hängen lässt, tobt das Publikum. Christoph Sieber ist das bezwingendste Temperament seit Erfindung der Medien-Icone Anne Will. Der "Bocholter Pepperoni" an Christoph Sieber ist die richtige Entscheidung. Atemlos schnell, spontan und respektlos.
Quelle - Kuvi












