Fohlen von Niedersachsen
Fohlen von Niedersachsen

Nummer drei schien der Sieg sicher zu sein. Bis zum dritten Abend führte der 23-jährige Duisburger Kai Magnus Sting im Rennen um den Nachwuchs-Kabarettpreis "Das Fohlen von Niedersachsen". Doch dann ging Nummer neun an der Start.

 

Ein Mann, der mit seinen übergroßen Händen und linkischen Bewegungen wie eine männliche Marlene Jaschke wirkte, der politisierte und philosophierte und parodierte, ohne dass es ihm dabei auch nur ein einziges Mal die Sprache verschlug.

 

Und weil das eine besondere Kunst ist, war nach dem Auftritt von Nummer neun im hannoverschen Theater am Küchen-garten (TAK) klar: Alle noch kommenden Nachwuchs-kabarettisten würden es schwer haben, an Christoph Sieber aus Essen vorbeizuziehen. 13 Bewerber hatte das TAK eingeladen. Und alle konnten sie überzeugen.

 

Warum dann Christoph Sieber doch mit seiner weltlich-politischen Wortkunst gewonnen hat? Ganz einfach: Er nimmt die Dinge nicht nur wörtlich, er dreht sie auch noch wortgewandt weiter, und dabei zeigt sich, dass ihm Kabarett "mehr Spaß als Sex macht".